Simon Schmid Simon Schmid

A – Kirchen ABC

A - Kirchen ABC

Abendmahl
Die
Feier des Abendmahls geht auf das letzte Essen zurück, das Jesus am Abend vor seinem Tod (Gründonnerstag) mit seinenngern hielt. In Erinnerung an dieses letzte Essen feiern wir im Gottesdienst das Abendmahl und teilen dabei Brot und Wein, wie Jesus es mit seinen Jüngern teilte (Matthäus 26, 26-29).

Abt
Der Abt (die Äbtissin) is
t der Chef eines Klosters und der Mönche (oder der Nonnen), die darin leben.

Advent
Das Wort "Advent" stammt aus dem Lateinischen und bedeutet "Ankunft". Der Advent ist der Beginn des christlichen Jahreskreises mit der Vorbereitung auf Weihnachten.
D
ie Adventszeit war ursprünglich eine Fastenzeitund dauerte acht Wochen. Im 7. Jahrhundert n. Chr. wurden dann die vier Adventssonntage festgelegt. Der Advent gilt als eine Zeit der Ruhe und Besinnung. Die vier Kerzen des Adventskranzes weisen auf das Licht hin, das Jesus in die Welt gebracht hat.

Altar
Ein Altar ist ein Tisch oder ein Stein, auf dem für einen Gott etwas geopfert wird. Im Alten Testament kommen noch Altare vor. Noah baute nach der Sintflut für Gott einen Altar und opferte ihm darauf Tiere und Vögel (1. Mose 8, 20).
Die ersten Christen benutzten keine solchen Altäre mehr. Sie hatten Tische aus Holz, um darauf Brot und Wein für die Abendmahlsfeier abzustellen. In derreformierten Kirche spricht man deshalb nicht mehr vom Altar, sondern vom Abendmahlstisch. Und in der katholischen Kirche ist ein Altar der Tisch, der gedeckt wird, um gemeinsam Brot und Wein zu teilen.

Altes Testament (siehe Bibel)

Apos
tel
Apostel heisst wörtlich "der Ausgesandte". Jesus wählte aus seinen Jüngern zwölf aus und sandte sie in die Welt hinaus, um die frohe Botschaft zu verkünden.

Auferstehung (siehe Ostern)

Auffahrt (Christi Himmelfahrt)
Die Bibel erzählt in den vier Evangelien die Geschichte, in der Jesus vor den Augen seiner Freunde von einer Wolke aufgenommen wird und in den Himmel entschwindet. Die Auffahrt (auch Christi Himmelfahrt genannt) ist sehr wichtig, weil sie zeigt, dass Jesus nicht im Tod geblieben, sondern bei Gott ist. Auffahrt wird 40 Tage nach Ostern gefeiert.

Ausgangsspiel (siehe Organist, Liturgie)

Abendmahl

Die Feier des Abendmahls geht auf das letzte Essen zurück, das Jesus am Abend vor seinem Tod (Gründonnerstag) mit seinen Jüngern hielt. In Erinnerung an dieses letzte Essen feiern wir im Gottesdienst das Abendmahl und teilen dabei Brot und Wein, wie Jesus es mit seinen Jüngern teilte (Matthäus 26, 26-29).

Abt

Der Abt (die Äbtissin) ist der Chef eines Klosters und der Mönche (oder der Nonnen), die darin leben.

Advent

Das Wort "Advent" stammt aus dem Lateinischen und bedeutet "Ankunft". Der Advent ist der Beginn des christlichen Jahreskreises mit der Vorbereitung auf Weihnachten.
Die Adventszeit war ursprünglich eine Fastenzeit und dauerte acht Wochen. Im 7. Jahrhundert n. Chr. wurden dann die vier Adventssonntage festgelegt. Der Advent gilt als eine Zeit der Ruhe und Besinnung. Die vier Kerzen des Adventskranzes weisen auf das Licht hin, das Jesus in die Welt gebracht hat.

Altar

Ein Altar ist ein Tisch oder ein Stein, auf dem für einen Gott etwas geopfert wird. Im Alten Testament kommen noch Altare vor. Noah baute nach der Sintflut für Gott einen Altar und opferte ihm darauf Tiere und Vögel (1. Mose 8, 20).
Die ersten Christen benutzten keine solchen Altäre mehr. Sie hatten Tische aus Holz, um darauf Brot und Wein für die Abendmahlsfeier abzustellen. In der reformierten Kirche spricht man deshalb nicht mehr vom Altar, sondern vom Abendmahlstisch. Und in der katholischen Kirche ist ein Altar der Tisch, der gedeckt wird, um gemeinsam Brot und Wein zu teilen.

Altes Testament (siehe Bibel)

Apostel

Apostel heisst wörtlich "der Ausgesandte". Jesus wählte aus seinen Jüngern zwölf aus und sandte sie in die Welt hinaus, um die frohe Botschaft zu verkünden.

Auferstehung (siehe Ostern)

Auffahrt (Christi Himmelfahrt)

Die Bibel erzählt in den vier Evangelien die Geschichte, in der Jesus vor den Augen seiner Freunde von einer Wolke aufgenommen wird und in den Himmel entschwindet. Die Auffahrt (auch Christi Himmelfahrt genannt) ist sehr wichtig, weil sie zeigt, dass Jesus nicht im Tod geblieben, sondern bei Gott ist. Auffahrt wird 40 Tage nach Ostern gefeiert.

Ausgangsspiel (siehe Organist und Liturgie)

Weiterlesen
Simon Schmid Simon Schmid

B – Kirchen ABC

Beerdigung

Die kirchliche Beerdigung ist die von aussen am stärksten wahrgenommene Amtshandlung der Kirche. Der Pfarrer versucht am Grab und in der Kirche die Trauernden zu trösten und sie auf die Hoffnung hinzuweisen, die in Jesus Christus symbolisiert ist. Er hat ja den Tod durch die Auferstehung bezwungen (Ostern). Der Körper des Verstorbenen wird im Sarg auf dem Friedhof begraben oder nach der Kremation (Verbrennung) in einer Urne beigesetzt.

Beichte

Die Beichte ist ein Bekenntnis von Schuld und Versagen vor Gott. In der reformierten Kirche gibt es vor allem die allgemeine Beichte: Jeder Gläubige bittet dabei während dem Gottesdienst im Stillen um Vergebung seiner Sünden. Die Einzelbeichte ist möglich als persönliches Seelsorgegespräch zwischen dem Pfarrer und dem Kirchgemeindemitglied.

In der katholischen Kirche ist die Beichte ein Sakrament (= heilige Handlung): Dabei muss der Gläubige einzeln dem Pfarrer seine Sünden gestehen und wird dann durch den Pfarrer von ihnen losgesprochen.

In beiden Konfessionen stehen die Pfarrer unter Schweigepflicht. Das heisst, sie dürfen niemandem weitererzählen, was ihnen im Seelsorgegespräch oder in der Beichte anvertraut worden ist.

Beten (siehe Gebet)

Bibel

Die Bibel ist das heilige Buch der Christen. Das Wort "Bibel" kommt vom griechischen "biblos", was einfach "Buch" bedeutet.
Die Bibel ist aufgeteilt in das "Alte Testament", das sind die Erzählungen über die Entstehung der Welt, die Erwählung des israelitischen Volkes und die wechselvolle Geschichte von Gott mit dem Volk Israel, und das "Neue Testament", das vom Leben Jesu und den frühen Christen berichtet. Jedes der Testamente besteht aus mehreren Büchern, die von verschiedenen Personen, zu verschiedenen Zeiten geschrieben wurden (1. Mose, Könige, Richter etc.). Dazu gibt es noch weitere Bücher, die aber nicht offiziell zur Bibel gezählt werden. Insgesamt besteht die Bibel aus 66 einzelnen Büchern!

Die Bibel ist das am weitesten verbreitete Buch und wurde in mehr als 2000 (!) Sprachen übersetzt.

Es gibt verschiedene Online-Bibeln. Eine gute hat die Deutsche Bibelgesellschaft publiziert.

Weiterlesen
Simon Schmid Simon Schmid

C – Kirchen ABC

Calvin, Johannes

Johannes Calvin wurde am 10. Juli 1509 in Frankreich geboren und starb am 27. Mai 1564 in Genf. Er ist Begründer des Calvinismus. Wie Luther und Zwingli richtete auch er sein Augenmerk vor allem auf die Heilsbotschaft der Bibel. Er erarbeitete eine Gemeindeordnung mit sehr strengen Regeln, die er in Genf umsetzte. Calvins Glaubensansichten hatten nicht nur Auswirkungen auf die französische Schweiz und Frankreich, sondern verbreiteten sich auch sehr stark in England und später in Nordamerika.

Calvinismus

Der Calvinismus wurde vom Reformator Johannes Calvin begründet. Wie auch der reformierte und evangelisch-lutherische Glaube richtet sich der Calvinismus stark nach der Bibel. Dazu kommen für die Gläubigen sehr strenge Verhaltensregeln.

Der grösste Unterschied zu den anderen Konfessionen liegt im Glauben an die "Prädestination" (= Vorherbestimmung). Laut Calvin hat Gott die Menschen schon vor der Erschaffung der Welt in zwei Gruppen eingeteilt. Die einen sind die Auserwählten. Sie können Gott erkennen und kommen nach dem Tod ins Paradies. Die anderen bleiben unwissend bezüglich Gott und kommen in die Hölle. Der einzelne Mensch hat bei dieser Einteilung keine Wahl. Wer nicht zu den Auserwählten gehört, hat Pech gehabt.

Wegen dem Glauben an die Prädestination wird der Calvinismus von vielen Konfessionen nicht anerkannt.

Christbaum (siehe Weihnachtsbaum)

Christen

Christen sind Menschen, die an Jesus Christus glauben. Christus ist kein Name sondern ein Titel. Das Wort kommt aus dem griechischen und bedeutet "der Gesalbte". So wurden Leute genannt, die von Gott auserwählt worden waren.

Christi Himmelfahrt (siehe Auffahrt)

Christkatholisch, christkatholische (altkatholische) Kirche

Die christkatholische (in Deutschland und Oesterreich: altkatholische) Kirche entstand im Jahre 1870. Sie wurde von katholischen Christen gegründet, die vor allem die Unfehlbarkeit des Papstes ablehnten. In jenem Jahr wurde der Papst für unfehlbar erklärt.

Die christkatholische Kirche ist eine katholische, keine reformierte Kirche. Gemäss den Christkatholiken entspricht ihr Glaube dem der ursprünglichen katholischen Kirche (daher der Name "altkatholisch").

Weiterlesen
Markus Fässler Markus Fässler

D – Kirchen ABC

Diakone/Diakoninnen

Diakon ist ein geistlicher Beruf wie der des Pfarrers. Ein Diakon versucht Menschen in vielen Lebenslagen beizustehen und bekommt von der Kirchgemeinde den Auftrag, die Gute Nachricht von Gott nicht nur in Worten, sondern auch in Taten umzusetzen.

Dreifaltigkeit/Dreieinigkeit (Trinität)

Unter der Dreieinigkeit versteht man die drei Arten, auf die sich Gott den Menschen zeigt: Gott Vater, Gottes Sohn und Gott Heiliger Geist (Matthäus 28, 19). Diese drei sind aber nur ein einziges Wesen, nämlich der Gott, an den die Christen glauben. Das ist für uns so schwer zu verstehen, dass Philipp Melanchthon, ein grosser Theologe und Reformator, sagte: "Die Geheimnisse der Gottheit sind besser anzubeten als zu erforschen."

Dreikönigstag

Der Dreikönigstag, der 6. Januar, wurde ursprünglich als der Tag gefeiert, an dem Jesus getauft (und beschnitten) wurde. Die heiligen drei Könige (oder drei Weisen) aus dem Morgenland werden im Evangelium von Matthäus erwähnt (Matthäus 2, 1-9).
In der Schweiz wird am Dreikönigstag ein Kuchen aus Hefeteig gegessen, in dem ein König aus Plastik versteckt ist. Wer den findet, ist an diesem Tag "König". Der Brauch mit dem Königskuchen stammt aus vorchristlicher Zeit. In einem Kuchen wurde eine Bohne versteckt und wer sie fand, war der "Bohnenkönig". Im Mittelalter haben die Bäckerzünfte dann den Brauch wieder aufgegriffen und aus dem "Bohnenkuchen" den Dreikönigskuchen gemacht.

Weiterlesen
Markus Fässler Markus Fässler

E – Kirchen ABC

Eingangsspiel (siehe Organist, Liturgie)

Engel

Engel sind eine Art Boten Gottes. In wichtigen Fällen erschienen sie den Menschen, um ihnen Gottes Wille mitzuteilen. Das berühmteste Beispiel kennen wir wohl aus der Weihnachtsgeschichte. Ein Engel verkündet den Hirten, dass der Heiland geboren wurde (Lukas 2, 9-4). Neben den Boten erwähnt die Bibel Engel, die als «himmlische Heerscharen» in Gottes Nähe sind. An oberster Stelle stehen die Erzengel Michael, Gabriel und Raphael.

Erstkommunion

An der Erstkommunion erhalten katholische Kinder im Gottesdienst zum ersten Mal das Heilige Brot. (Siehe auch: Kommunion)

Evangelisch-lutherische Kirche

Die evangelisch-lutherische Kirche entstand in der Reformationszeit in Deutschland (siehe auch Luther). Der lutherische Glaube ist sehr ähnlich wie der reformierte. Allerdings scheiterten Versuche, die beiden Glaubensrichtungen zu vereinigen, an verschiedenen kleinen Details. So bestand Luther zum Beispiel darauf, dass während jedem Abendmahl Jesus Christus wirklich anwesend ist (Matthäus 18, 20: «Denn wo zwei oder drei unter meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen.»). Zwingli dagegen verstand die entsprechende Bibelstelle (Bibel) nur symbolisch.

Evangelium

«Evangelium» ist ein Wort, das ursprünglich aus der griechischen Sprache kommt. Es heisst auf deutsch übersetzt «frohe Botschaft» oder «gute Nachricht». Die ersten vier Bücher im Neuen Testament (siehe Bibel) nennt man die vier Evangelien. Matthäus, Markus, Lukas und Johannes heissen die vier Evangelisten, also die, die die vier Evangelien geschrieben haben. In diesen vier Büchern wird die Geburt, das Leben, das Leiden, der Tod und die Auferstehung von Jesus beschrieben. Und weil darin zum Ausdruck kommt, wie viel Gutes und Frohes Jesus unter den Menschen bewirkt hat, und dass Gott die Menschen liebt, deshalb heissen diese Bücher zu Recht «Evangelien», also Bücher der frohen oder guten Botschaft!

Weiterlesen
Markus Fässler Markus Fässler

F – Kirchen ABC

Fastenzeit (siehe Passionszeit)

Firmung

Bei der Firmung entscheiden sich junge katholische Erwachsene, ihre Taufe zu bestärken. Damit bestätigen sie ihre Zugehörigkeit zur Glaubensgemeinschaft.

Fisch

Der Fisch ist eines der wichtigsten Symbole des Christentums. Auf griechisch heisst Fisch "ICHTYS". Die einzelnen Buchstaben dieses Wortes bilden jeweils den Anfangsbuchstaben eines neuen Wortes, und zusammen entsteht daraus: Iesous Christos Theou Yios Soter = Jesus Christus, Gottes Sohn, Erlöser.
In den Zeiten, als die Christen verfolgt wurden, war der Fisch das geheime Erkennungszeichen. Wer mit dem Fuss das Fischzeichen in den Sand malte, gab so anderen Christen zu verstehen, dass er auch einer war.

Freikirche

Eine Freikirche ist eine christliche Gemeinschaft, die sich von der Staats- oder Landeskirche getrennt hat. Da sich die Freikirchen ausschliesslich auf die Bibel berufen, sind sie in der Regel untereinander und von den Landeskirchen als Kirchen anerkannt und unterscheiden sich damit deutlich von den Sekten.

Friedhof (siehe Beerdigung)

Weiterlesen
Markus Fässler Markus Fässler

G – Kirchen ABC

Gebet

Das Gebet ist ein Gespräch mit Gott. Es ist in allen christlichen Konfessionen sehr wichtig. Es gibt vorformulierte Gebet, wie z.B. das UnserVater, aber auch persönliche Gebete, die jedesmal frei formuliert werden. In christlichen Familien werden oft Tischgebete vor dem Essen und Nachtgebete vor dem Einschlafen gesprochen.
Im Gebet wendet man sich direkt an Gott Vater, Jesus Christus oder den heiligen Geist. Katholiken können auch zu Maria oder zu einem Heiligen beten. Gott hört die Gebete und kann auch durch den Heiligen Geist Antworten geben.
Typisch für das christliche Beten ist das Falten der Hände. Diese Geste zeigt, dass der Betende sich nur auf Gott konzentriert und nicht mit anderen Dingen beschäftigt ist.

Gebet des Herrn (siehe UnserVater)

Glocke

Wann genau die Kirchenglocken eingeführt wurden, ist nicht bekannt. Vermutlich wurden Glocken zuerst in den Klöstern verwendet, um den Möchen die Gebetszeiten anzugeben. Später wurden sie dann auch in den Kirchen eingesetzt, um die Gläubigen zum Gottesdienst zu rufen und die Stunden zu schlagen.
Früher musste der Sigrist jeweils die Glocken von Hand läuten. Heute haben die meisten Kirchen elektronisch gesteuerte Schlagwerke.

Gott

Gott ist die höchste Macht im Universum. Er hat die Welt erschaffen und er erhält und lenkt sie und die Menschen. Gott kann alles, weiss alles und ist unendlich. Er ist gerecht und gut.
Im Christentum, wie auch im Islam oder Judentum, gibt es nur einen einzigen Gott. In anderen Religionen, wie z.B. dem Hinduismus, gibt es eine riesge Menge von verschiedenen Göttern.

Gottesdienst

Im christlichen Gottesdienst feiern die Gläubigen gemeinsam mit Gott. Meist findet der Gottesdienst in einer Kirche statt, aber das ist nicht unbedingt nötig. Man kann Gottesdienste z.B. auch in einem Fussballstadion, im Wald oder in einem Privathaus feiern.
Zum Ablauf eines Gottesdiensts gehören Lieder, Gebete, Lesungen aus der Bibel, die Predigt, der Segen und das Abendmahl.

Grab (siehe Beerdigung)

Gründonnerstag

Der Gründonnerstag hat nichts mit der Farbe Grün zu tun. Das Wort kommt vom Althochdeutschen "gronan", was "weinen" bedeutet. Der Gründonnerstag erinnert an das Passahmahl, das Abschiedsessen, das Jesus mit seinen Jüngern vor seiner Gefangennahme gefeiert hat (Markus, 14, 22-25).

Weiterlesen
Markus Fässler Markus Fässler

H – Kirchen ABC

Hahn

Auf vielen Kirchtürmen von reformierten Kirchen findet man einen Hahn aus Metall. Schon in vorchristlicher Zeit war der Hahn ein Symbol für Wachsamkeit. Für die ersten Christen bedeutete Wachsamkeit, dass sie stets bereit waren, Christus zu empfangen, wenn er wieder kommt.
Gleichzeitig erinnert der Hahn daran, dass Petrus Jesus nach dessen Verhaftung verleugnet hat. Jesus sagte ihm das schon voraus: "Bevor der Hahn heute Nacht kräht, wirst du dreimal behaupten, dass du mich nicht kennst." Und das geschah dann auch (Matthäus 26, 31-35 und 69-75).

Heide, heidnisch

"Heide" ist ein abschätziges Wort für eine Person, die zu einer anderen Religion gehört. Es wird heute nicht mehr oft gebraucht.

Heilige

In der katholischen Kirche werden Heilige verehrt. Am Anfang wurden vor allem Märtyrer, das sind Christen, die wegen ihres Glaubens umgebracht wurden, als Heilige bezeichnet. Später waren es dann Christen, die sehr religiös waren und ein besonders vorbildliches Leben führten. Der Papst bestimmt, wer in die Liste der Heiligen aufgenommen wird.
Heilige sind oft Schutzpatrone, das heisst, sie beschützen die Gläubigen vor bestimmten Gefahren. Der heilige Christophorus ist z.B. der Schutzpatron der Reisenden und der heilige Florian beschützt die Feuerwehrleute.

Heiliger Geist

Mit "Heiliger Geist" bezeichnen wir die Kraft und Gegenwart Gottes (Römer 8, 9-15). Gott und Jesus sind "im Himmel". Der Heilige Geist aber ist unter uns Menschen und hilft uns zu glauben.

Heiliges Brot (Hostie)

Im vielen katholischen Gottesdiensten wird das Heilige Brot geteilt. Die Gläubigen vertrauen darauf, dass Gott im gewandelten Brot und Wein wirklich da ist und ihnen begegnen möchte. (Siehe auch: Kommunion)

Himmel

Der christliche Himmel ist etwas anderes als der Himmelsraum mit Wolken, Sonne, Mond und Sternen. Der christliche Himmel meint einen Zustand, in dem ein Mensch ganz und gar bei Gott ist.

Himmelfahrt Christi (siehe Auffahrt)

Hochzeit/Trauung

Eine Trauung ist ein Gottesdienst zum Heiraten. Wenn in der Kirche geheiratet wird, bekennen die Eheleute, dass sie einander aus Gottes Hand annehmen, und versprechen zu versuchen, ihr Leben lang in Treue beieinander zu bleiben und sich gegenseitig immer wieder zu vergeben.
Die kirchliche Hochzeit ist ein grosses Fest. Damit überhaupt eine kirchliche Trauung vollzogen werden kann, muss sich ein Traupaar zuerst "zivil" auf dem Standesamt verheiraten (Ziviltrauung).

Hölle

Die Hölle ist das Gegenteil vom Himmel. Sie ist also ein Ort, der ganz von Gott getrennt ist. In der Bibel wird sie beschrieben als Ort, an dem "Heulen und Zähneknirschen" herrscht (Lukas 13, 28).

Weiterlesen
Markus Fässler Markus Fässler

I – Kirchen ABC

Leider gibt es dazu keinen Inhalt

Weiterlesen
Markus Fässler Markus Fässler

J – Kirchen ABC

Jesus Christus

Jesus Christus ist eigentlich der Gründer des Christentums. Er ist der Sohn Gottes, der geboren wurde, um den Menschen die kommende Herrschaft Gottes über die Welt zu verkünden und um sie zu erlösen. Im Neuen Testament der Bibel steht, wie er den Menschen predigte und sie heilte, und wie er schliesslich am Kreuz gestorben und vom Tode wieder auferstanden ist.

Aber auch in römischen Schriften aus der Zeit wird vom Wanderprediger Jesus von Nazareth berichtet, der schliesslich von den Römern am Kreuz hingerichtet wurde.

Heute vermutet man, dass Jesus im Jahr 7 v. Chr. geboren wurde.

Jünger

Das Wort "Jünger" kommt aus dem althochdeutschen "jungiro" (= Lehrling). In der Bibel sind die Jünger die Nachfolger (oder eben die Lehrlinge) von Jesus. Jesus wählte aus all seinen Jüngern die 12 Apostel aus. Ihnen gab er besondere Aufgaben.

Weiterlesen
Markus Fässler Markus Fässler

K – Kirchen ABC

Kanzel

Die Kanzel ist eine Art Rednerpult, von dem aus der Pfarrer zur Gemeinde spricht. In alten Kirchen ist die Kanzel oft wie ein Balkon an einer Säule.

Karfreitag

Am Karfreitag gedenken die Christen dem Todestag von Jesus. Jesus wurde am Karfreitag bei Sonnenaufgang zum Tod verurteilt. Ungefähr um 9.00 Uhr wurde er auf dem Berg Golgatha gekreuzigt und am Nachmittag starb er.
Das Wort "Karfreitag" kommt vom alt-deutschen Wort "kara", was "klagen" bedeutet.

Katholisch, römisch-katholische Kirche

Die römisch-katholische Kirche ist mit über einer Milliarde Gläubigen die grösste christliche Konfession. Sie ist streng hierarchisch aufgebaut, ihr Oberhaupt ist der Papst. Die katholische Kirche sieht sich (bzw. den Papst) als direkte Nachfolgerin der Apostel und vor allem des Apostels Petrus.

Einer der grössten Unterschiede zwischen dem katholischen und dem reformierten Glauben ist, dass im Katholizismus allein die Vertreter der Kirche, also die Priester und Bischöfe, dem Gläubigen die Sünden vergeben können (Beichte).

Die Beichte ist in der katholischen Kirche ein Sakrament. In der reformierten Kirche ist die Beichte dagegen nicht nötig: jeder Sünder kann direkt Gott im Gebet um Vergebung bitten.

Kirche (Gebäude)

Kirchen sind öffentliche Gebäude, in denen sich Menschen versammeln, um gemeinsam Gottesdienst zu feiern. Kirchen können ganz verschieden aussehen. Heutzutage haben sie meistens einen Turm mit einem Hahn (reformiert) oder einem Kreuz (katholisch) auf der Spitze.

Kirchgemeinde

Die Mitglieder einer Kirche bilden die Kirchgemeinde. Das sind also sowohl die Besucher des Gottesdienstes als auch die Angestellten der Kirche. In einer Stadt, in der es mehrere Kirchen der gleichen Konfession hat, gibt es auch mehrere Kirchgemeinden. Die Kirchenmitglieder werden einer bestimmten Kirche zugeteilt, so dass es überall ungefähr gleich viele Leute hat.

Kirchturm

Bei den frühen Christen gab es noch keine Kirchtürme. Erst im Mittelalter begann man sie zu bauen und mit einem Kreuz oder einem Hahn auf dem Dach auszustatten. Die Kirche und das Kreuz (bzw. der Hahn) sollten von weitem sichtbar sein. Noch später wurden Glocken in die Kirchtürme gehängt, um damit die Gläubigen zum Gottesdienst zu rufen.
Die Kirchen mit ihren Türmen waren früher die höchsten Gebäude einer Stadt. So wurden sie auch zum wichtigsten Gebäude, weil man sie von überall her sah.

Kloster

Ein Kloster ist ein Gebäude, in dem eine Gemeinschaft von Mönchen oder Nonnen zusammenlebt. Oft gehören auch Bauernhöfe zu einem Kloster, so dass in früheren Zeiten die Klöster unabhängig bestehen konnten und die Mönche zu essen hatten.

Manchmal gehörten sogar ganze Gegenden zu einem Kloster: So kaufte z. B. der Abt Ulrich Rösch vom Kloster St. Gallen im Jahr 1468 das ganze Toggenburg. Die Bauern in jenem Tal mussten dann einen Teil ihrer Ernten dem Kloster abgeben.

Kommunion

Die heilige Kommunion wird in der katholischen Kirche während eines Gottesdienstes gefeiert. Dabei werden Brot und Wein geteilt. Die Kommunion ist ähnlich wie das Abendmahl in der reformierten Kirche.

Konfession

Die Konfession bezeichnet, zu welcher christlichen Religion jemand gehört. Die auf diesen Seiten enthaltenen Begriffe stimmen, wenn nichts anderes steht, für die evangelisch-reformierte Konfession. Bei der evangelisch-lutherischen, katholischen, christkatholischen, anglikanischen oder orthodoxen Konfession haben die Begriffe zum Teil eine andere Bedeutung.

Konfirmation

Die Konfirmation bekräftigt die Mitgliedschaft des Getauften in der christlichen Gemeinde. Das Wort kommt vom lateinischen "confirmare", was "bestätigen" bedeutet. An den meisten Orten kann man nach der Konfirmation auch in die Kirchenpflege gewählt werden und bei Kirchenabstimmungen mitmachen (an einigen Orten gilt aber auch das politische Wahlrecht von 18 Jahren).

Kremation (siehe Beerdigung)

Kreuz

Das Kreuz ist das wichtigste Symbol der Christen. Es ist eine Erinnerung an den Tod Jesu Christi am Kreuz (Karfreitag), aber es ist auch ein Zeichen für die Überwindung des Todes durch die Auferstehung (Ostern). Das Kreuz steht für die Hoffnung der Christen auf Rettung und Heil für alle Menschen. Deshalb hat es auf den meisten katholischen Kirchen ein Kreuz auf dem Kirchturm.

Küster (siehe Sigrist)

Weiterlesen
Markus Fässler Markus Fässler

L – Kirchen ABC

Laien

Als Laien werden alle Mitglieder der Kirchgemeinde bezeichnet, die nicht Pfarrer (Theologen) oder Diakone sind.

Landeskirche

In vielen Kantonen der Schweiz werden drei Konfessionen politisch anerkannt (evangelisch-reformiert, katholisch und christkatholisch). Man nennt sie Landes- oder Kantonalkirchen. Im Auftrag vieler Kantonalkirchen zieht der Staat bei den Kirchenmitgliedern Kirchensteuern ein. Pfarrer von Landeskirchen können an den öffentlichen Schulen Religions-Unterricht erteilen.

Lesung (siehe Liturgie)

Liturgie

Unter Liturgie versteht man den Ablauf eines Gottesdienstes. Verschiedene Handlungen kommen dabei vor: Eingangsspiel, Lesung eines Bibeltextes, Predigt, Gebet (z.B. UnserVater), Segen, Ausgangsspiel. Andere Sachen wie z.B. das Abendmahl werden dagegen nicht immer durchgeführt.

In der katholischen Liturgie begrüsst man sich mit dem Kreuz-Zeichen, singt Lieder, betet und bittet Gott um seine Unterstützung. Man dankt Gott, hört aus der Bibel, wünscht allen Menschen Frieden und feiert Kommunion. Die Feier endet mit einem Segen.

Luther, Martin

Martin Luther lebte vom 10. November 1483 bis zum 18. Februar 1546 im heutigen Deutschland. Er ist einer der bedeutendsten Reformatoren und begründete den evangelisch-lutherischen Glauben.

Luther wandte sich zum Beispiel gegen den Ablasshandel: In jener Zeit verkaufte die katholische Kirche sogenannte Ablassbriefe an die Gläubigen, um Geld für den Neubau der Peterskirche in Rom zu erhalten. Die Ablassbriefe waren eine Art Freibillett für das Paradies: Je mehr Geld man für Ablassbriefe ausgab, desto kürzer mußte man nach dem Tod warten, bis man in den Himmel durfte! Ausserdem fand Luther, dass in der Bibel nirgends stehe, dass ein Pfarrer nicht heiraten darf (in der katholischen Kirche dürfen die Priester auch heute noch nicht heiraten). Er selbst heiratete im Jahre 1525 eine ehemalige Nonne.

Wegen seinen Aussagen wurde Luther aus der katholischen Kirche ausgeschlossen (exkommuniziert). Seine Ideen verbreiteten sich aber rasch, so dass sich an vielen Orten lutherische Gemeinden bildeten.

Luther übersetzte als einer der ersten die Bibel in die deutsche Sprache. Seine Bibelübersetzung (Lutherbibel) gehört noch heute zu den wichtigsten. Vor ihm wurden die Gottesdienste immer in lateinischer Sprache gefeiert. Latein konnten aber nur die gebildeten Menschen. Darum verstanden die meisten Gottesdienstbesucherinnen und -besucher nicht, was der Pfarrer auf der Kanzel sagte.

lutherisch (siehe evangelisch-lutherisch)

Weiterlesen
Markus Fässler Markus Fässler

M – Kirchen ABC

Maria

Maria war die Mutter von Jesus. In der katholischen Kirche wird sie als Mutter Gottes verehrt und die Katholiken beten auch direkt zu Maria.

Mesmer (siehe Sigrist)

Ministrant

Ministranten gibt es vor allem in der katholischen Kirche. Sie übernehmen während des Gottesdienstes verschiedene Aufgaben als Assistenten des Pfarrers oder des Diakons.

Mönch

Ein Mönch ist ein Mann, der nach sehr strengen religiösen Regeln lebt. Meistens leben Mönche zusammen in einem Kloster.

In der katholischen Kirche gibt es verschiedene "Mönchs-Orden", also Gruppen von Mönchen, die ihre eigenen mehr oder weniger strengen Regeln haben. Bekannte und in der Schweiz vertretene Mönchs-Orden sind zum Beispiel: die Franziskaner (in Näfels), die Benediktiner (in Disentis oder Einsiedeln) oder die Dominikaner (in Luzern). Nonnen haben eigene Orden.

Weiterlesen
Markus Fässler Markus Fässler

N – Kirchen ABC

Neues Testament (siehe Bibel)

Nonne

Eine Nonne ist ein weiblicher Mönch.

Weiterlesen
Markus Fässler Markus Fässler

O – Kirchen ABC

Organist/Organistin

Die Organistin begleitet die Lieder im Gottesdienst auf der Orgel. Sie ist sehr wichtig, weil sonst die Gottesdienstbesucher falsch singen. Ausserdem eröffnet und beendet sie den Gottesdienst mit dem Eingangs- und Ausgangsspiel.
Mit ihrer Musik versucht die Organistin die Gute Nachricht, dass uns Gott gern hat, musikalisch zu verkünden und unterstützt damit den Pfarrer.

Ostern

An Ostern feiern wir die Auferstehung von Jesus Christus. Am Ostersonntag bei Sonnenaufgang entdeckte Maria Magdalena das leere Grab. Darauf erschien Jesus zuerst den Frauen und dann seinen Jüngern.
Ostern ist an keinem festen Termin, sondern fällt auf den ersten Sonntag nach dem ersten Vollmond im Frühling.

Weiterlesen
Markus Fässler Markus Fässler

P – Kirchen ABC

Palmsonntag

Der Palmsonntag ist der Sonntag vor Ostern und liegt also in der Passionszeit. An diesem Tag ritt Jesus auf einem Esel durch das Stadttor nach Jerusalem. Viele Menschen jubelten ihm zu und breiteten ihre Kleider und Palmzweige auf dem Weg aus. Heute werden an diesem Sonntag in vielen katholischen Kirchen Palmzweige und andere Zweiglein gesegnet und anschliessend mit nach Hause genommen – sie sollen Unheil abwehren.

Papst

Der Papst ist das Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche. Er ist nach dem Verständnis der Katholiken der Stellvertreter von Jesus Christus auf der Erde und der Nachfolger des Apostels Petrus. Er wohnt im Vatikan in Rom und wird von der Schweizergarde, einer Wachtruppe aus Schweizern, bewacht.
Der Papst wird von der Versammlung der Kardinäle auf Lebenszeit gewählt und kann nicht wieder abgewählt werden. Der jetzige Papst heisst Leo XIV. Er wurde 2025 gewählt.

Paradies (Garten Eden)

Eigentlich ist das Paradies der Ort, an dem Adam und Eva geschaffen wurden und lebten, bis sie von Gott weggeschickt wurden, weil sie eine Frucht vom verbotenen Baum der Erkenntnis assen.
Oft wird aber mit "Paradies" auch der Ort bezeichnet, an den die gläubigen Christen nach ihrem Tod kommen (siehe Himmel).

Passionszeit (Fastenzeit)

Die Passionszeit beginnt vierzig Tage vor Ostern. Sie erinnert an den Weg Jesu zum Kreuz und an seine Leiden. Während der Fastenzeit durfte man kein Fleisch sondern nur Fisch essen. In Süddeutschland assen die Leute in dieser Zeit Maultaschen (eine Art grosse Ravioli), die zwar mit Fleisch gefüllt waren, das man aber nicht sah. Man nannte die Maultaschen deshalb auch "Herrgottsbscheisserle".
Heute gibt es noch Christen, welche die Fastenzeit einhalten. Dabei muss aber nicht unbedingt auf Fleisch verzichtet werden. Man kann auch auf Süsses, Alkohol oder Zigaretten verzichten.

Pfarrer/Pfarrerin

Der Beruf des Pfarrers ist sehr vielseitig. Neben den normalen Gottesdiensten an Sonn- und Feiertagen, muss der Pfarrer Trauungen, Taufen und Beerdigungen durchführen. Er unterrichtet die Konfirmanden und z.T. auch Schüler (biblische Geschichte). Ausserdem ist er Ansprechpartner in der Kirchgemeinde und versucht Menschen in schwierigen Lebenssituationen Hilfe zu geben.

Pfingsten

Neben Weihnachten und Ostern ist Pfingsten das dritte grosse Fest im christlichen Kalender. Es wird 50 Tage nach Ostern gefeiert. Das Wort "Pfingsten" kommt vom griechischen "pentekoste", was "fünfzig" bedeutet.
An Pfingsten wurde der Heilige Geist den Menschen gebracht, damit sie die Kraft Gottes erfahren können. Die Jünger waren plötzlich vom heiligen Geist erfüllt und fingen an, in verschiedenen Sprachen zu predigen. Petrus hielt seine berühmte Pfingstpredigt, wonach Tausende sich taufen liessen und sich zur ersten christlichen Gemeinde zusammenschlossen (Apg. 2). Pfingsten gilt daher als "Geburtstag der Kirche".

Predigt

Die Predigt ist ein sehr wichtiger Teil des Gottesdienstes. In der Predigt wird ein Bibeltext erklärt und auf das alltägliche Leben angewandt. Vor der Reformation wurde in den Kirchen auf lateinisch gepredigt, so dass die meisten Leute den Inhalt der Predigt gar nicht verstanden. Erst mit Luther änderte sich das.

Weiterlesen
Markus Fässler Markus Fässler

Q – Kirchen ABC

Hier gibt es leider keine Einträge.

Weiterlesen
Markus Fässler Markus Fässler

R – Kirchen ABC

Reformation

Die Reformation ist eine Bewegung des Christentums im 16. Jahrhundert. Das Wort "Reformation" stammt vom lateinischen "reformatio" und bedeutet "Erneuerung". Das Ziel der Reformation war eigentlich, die römisch-katholische Kirche zu erneuern und wieder zum ursprünglichen christlichen Glauben zurückzuführen. Da sich die katholische Kirche (und vor allem der Papst) aber weigerte, entstanden neue Kirchen: die reformierte, lutherische, anglikanische und einige Freikirchen.
Die Reformation führte zu verschiedenen Kriegen. Noch heute bekämpfen sich in Nordirland die reformierten und katholischen Gruppen.

Die drei bedeutendsten Reformatoren heissen Martin Luther, Huldrich Zwingli und Johannes Calvin.

Reformiert, reformierte Kirche

Die (evangelisch-)reformierte Kirche entstand in der Reformationszeit in Zürich (siehe auch Zwingli). Der reformierte Glaube erachtet nur die Bibel als Grundlage des Glaubens. Bräuche, die von der römisch-katholischen Kirche später eingeführt wurden (z.B. Verehrung von Heiligen, Beichte, Papst etc.), werden abgelehnt.
In der reformierten Kirche ist die Eigenverantwortung des Gläubigen sehr wichtig: Er soll selbst denken und nicht nur nachbeten, was der Pfarrer von der Kanzel herunter verkündet.

Religion

Die Religion ist der Glaube an eine höhere Macht (Gott), welche die Welt und die Menschen regiert. Meist erklärt die Religion die Entstehung der Welt und gibt Antworten zur Frage nach dem Sinn des Lebens. Die vier grössten Religionen sind Christentum, Islam, Hinduismus und Buddhismus.

Weiterlesen
Markus Fässler Markus Fässler

S – Kirchen ABC

Sakrament

Der Begriff "Sakrament" stammt aus dem Lateinischen und bedeutet "Heilwahrheit". Sakramente sind kirchliche Handlungen, in welchen den Gläubigen die Gnade Gottes zuteil wird.
In der katholischen Kirche gibt es sieben Sakramente:

  • Taufe

  • Firmung (entspricht ungefähr der Konfirmation in der reformierten Kirche)

  • Priesterweihe

  • Abendmahl

  • Beichte

  • Krankensalbung

  • Ehe

Die reformierten Kirchen anerkennen nur zwei Sakramente, die Taufe und das Abendmahl, weil nur sie auf einen ausdrücklichen Befehl Jesu zurückgehen.

Samichlaus (St.Nikolaus, Weihnachtsmann)

Der heilige Nikolaus lebte um 1550. Er war Bischof in der türkischen Stadt Myra und bekannt dafür, dass er Kindern kleine Geschenke gab. Im 17. Jahrhundert bekam der Nikolaus einen Begleiter, den Schmutzli (Knecht Ruprecht). Von da an war der Nikolaus für die braven Kinder da, während der Schmutzli die "bösen" mit der Rute bestrafte.
Später verlagerte sich der Nikolaus-Tag immer mehr gegen Weihnachten, so dass schliesslich vor allem in Amerika der Brauch des Santa Claus entstand. Er bringt die Geschenke auf einem Schlitten, der von Rentieren gezogen wird.

Segen

Als Segen wird die Hilfe und Unterstützung Gottes für den einzelnen Menschen bezeichnet. Bei der Taufe, der Konfirmation, der Hochzeit, in schweren Zeiten oder beim Sterben erbitten die Menschen Gottes Segen.
In vielen Gottesdiensten spricht der Pfarrer einen bekannten Segen. Man sagt dem der "aaronische Segen":
"Der Herr segne uns und behüte uns.
Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über uns und sei uns gnädig.
Der Herr erhebe sein Angesicht auf uns und gebe uns Frieden."

Sekte

Sekten sind bei uns religiöse Gemeinschaften, die von den offiziellen Kirchen nicht anerkannt werden. Die Grenzen zwischen Freikirchen und Sekten sind unklar. Es gibt aber verschiedene Merkmale, die auf die sektenhaftigkeit einer Gemeinschaft hinweisen können:

  • Andere Schriften und Bücher werden gleichwertig neben die Bibel gestellt.

  • Es gibt neben oder anstelle von Jesus Christus andere Vermittler des Glaubens.

  • Nur wer zur Sekte gehört, kann in den Himmel kommen.

  • Es gibt einen obersten Chef, der sagt, was richtig und falsch ist, und der als unfehlbar verehrt wird.

  • Es gibt viele Regeln für das Leben der Mitglieder, und es wird auch kontrolliert, ob diese Regeln eingehalten werden.

Sigrist oder Mesmer (in Deutschland auch: Küster)

Der Sigrist ist eine Art Hauswart des Kirchengebäudes. Er sorgt dafür, dass in Kirche und Gemeindehaus alles in Ordnung ist, pflegt die Aussenanlagen und richtet die Kirche für den Gottesdienst her. Ausserdem sorgt er dafür, dass die Glocken richtig funktionieren, und er stellt die Kirchturmuhr.

Sohn Gottes

Im Alten Testament galt das ganze erwählte Volk als "Sohn Gottes" (Jeremia 31, 9). Im Neuen Testament wird dann Jesus als "Sohn Gottes" bezeichnet (Römer 1, 3-4). Das sieht man auch daran, dass er Gott mit "Abba" ("lieber Vater"), dem heutigen "Papa", anspricht.

Sonntag

Die Bibel erzählt in der Schöpfungsgeschichte vom siebten Tag, an dem Gott ruhte. Dieser Tag soll ein Ruhetag auch für die Menschen sein. In Anlehnung an den jüdischen Sabbat hat die Kirche den Sonntag als Ruhetag festgelegt. Menschen sollen zur Ruhe kommen und Zeit für Gott und sich selbst haben (1. Mose 2, 2-3).

St.Nikolaus (siehe Samichlaus)

Sünde

Der Mensch sündigt, wenn er nicht auf Gott vertraut und wenn er anders denkt oder handelt als Gott es will. Der Reformator Martin Luther hat gesagt, dass es nicht möglich sei, ohne Sünde zu leben. Niemand kann das. Aber Gott (Jesus) vergibt die Sünden jedem, der an ihn glaubt (Apg 13, 38-39).

Weiterlesen
Markus Fässler Markus Fässler

T – Kirchen ABC

Talar

Der Talar ist die Amtskleidung des Pfarrers. In der Schweiz ist es dem Pfarrer überlassen, ob er für die Gottesdienste den Talar trägt oder nicht.

Taufe

Den Namen erhält das Kind bei seiner Geburt. Mit der Taufe wird man in die Gemeinschaft der Christen aufgenommen. Der Täufling wird dreimal mit Wasser bespritzt, wobei der Pfarrer sagt: "Ich taufe dich im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes." Bei der Taufe wird dem Kind der Segen Gottes zugesprochen. Neben den Eltern sind auch Taufpaten des Kindes als Zeugen dabei (Gotte und Götti).

Teufel

An den Teufel mit Hörnern und Pferdefüssen, der nach Schwefel stinkt, glaubten die Menschen erst seit dem Mittelalter. Als Vorbild diente der griechische Gott Pan.
In der Bibel ist der Teufel ein gefallener Engel (Lukas 10, 18). Er versucht die Menschen dazu zu bringen, Böses zu tun. Er stellt sich zwischen die Menschen und Gott (Hölle). Er kann uns zum Bösen verführen, aber er hat keine Macht über uns. Wir müssen uns also nicht vor ihm fürchten.

Trauung (siehe Hochzeit)

Trinität (siehe Dreifaltigkeit)

Weiterlesen