Die Geschichte von Kiki
August 2023
Das Kiki-Heft wird neu!
Mit einem neuen Redaktionsteam und dem neuen Grafiker, Stefan Frey, bekommt das Heft ein neues Gesicht. Es konzentriert sich auf die wichtigsten biblischen Geschichten, um die christlichen Grundlagen zu vermitteln. Die Geschichten werden ergänzt durch Spiele, Kreatives und den Comic.
Aktuelles Redaktionsteam
Renate Striegel, Winterthur
Gabriela Müller und Katrin Neracher
Herr Frey, was faszinierte Sie an der Neugestaltung des «Kiki»-Magazins?
Mich haben an der Neugestaltung des «Kiki»-Magazins verschiedene Dinge gereizt. Zum einen konnte ich einer bewährten und erfolgreichen Zeitschrift neues Leben einhauchen. Zum anderen hatte ich die einmalige Gelegenheit, das gesamte Magazin noch besser dem Alter der Leserinnen und Leser anzupassen. Am allermeisten gereizt hat mich jedoch der Umstand, dass es sich bei Kiki um eine Zeitschrift, die regelmässig erscheint. Bisher habe ich verschiedene Kinderbücher illustriert. Zum Beispiel für Andrew Bond oder Sämi Weber.
Warum finden Sie, dass so ein Magazin in der heutigen Zeit für Kinder noch wertvoll sein kann, und warum engagieren Sie sich dafür?
Als Vater von vier Kindern habe ich gelernt, dass es neben den digitalen Medien auch etwas Handfestes braucht. Es ist ein ganz anderes Erlebnis, ob ich mit einem Fingertipp eine App öffne oder ein Programm starte. Oder ob ich durch den Schlitz im Briefkasten das neue Kiki liegen sehe und es erwartungsfroh aus dem Briefkasten nehme und darin blättern und Neues entdecken kann. Analoge Medien sind nicht besser oder schlechter als digitale Medien. Sie bieten meiner Meinung nach einfach mehr sinnliche Erlebnisse.
(Kirchenbote TG, 5.9.2023, Auszug aus dem
Interview mit Roman Salzmann)
«Kiki», die fröhliche und neugierige Schildkröte, passt sich dem Alter der Kinder an. Als Identifikationsfigur für Kinder in der Kirche begleitet sie mit ihren Fragen und Überlegungen durch die Heftseiten.
Kiki feierte seine 25. Geburtstag!
Januar 2020
Interview mit Christoph Weiller, dem Zeichner von Kiki:
Christoph, du zeichnest seit 25 Jahren dieselbe Schildkröte.
Wird das nicht langweilig?
Im Gegenteil: Je mehr Übung ich habe, desto leichter geht es von der Hand! Und zudem ist das Zeichnen ja nur ein Teil meiner Arbeit. Ich habe noch viele andere Aufgaben.
Woher hast du die Ideen?
Ich überlege mir, was Kiki und seine Freunde erleben könnten. Und irgendwann fliegt mir die Idee einfach zu. Inzwischen gibt es schon über 200 Kiki-Geschichten. Interessanterweise wird es mit der Zeit eher einfacher, etwas Neues zu finden. Das macht die Übung.
Warum ist Kiki eine Schildkröte?
In den ersten Entwürfen war Kiki ein Tiger, später eine Art Elefant. Wir haben beschlossen, ein Tier zu nehmen, das gut nachdenkt, bevor es etwas tut. Die langsame Schildkröte schien uns da passend.
Juki war einer der Vorgänger von Kiki.
Du kannst ihm beim Jonglieren zuschauen.
Christoph, der Erfinder von Kiki, arbeitet an einem Comic etwa 5 Stunden.
Januar 2014
150 Jahre Kiki-Heft!
150 Jahre gibt es das Kiki-Heft schon! Wie kann man sich diese lange Zeitspanne vorstellen? Vielleicht so: Eduard Blösch, der das Heft 1864 gegründet hat, hätte vom Alter her der Ururururgrossvater unserer heutigen Kinder sein können. Damals gab es noch nicht einmal elektrisches Licht!
Was sich in dieser ganzen Zeit nicht geändert hat, ist der Zweck: Das Heft soll den Kindern im Sonntagschulalter von Gott und seiner Liebe zu uns Menschen erzählen. Und das Schmökern darf ihnen dabei natürlich auch Spass machen!
Jetzt heisst das Heft «Kiki»
2012
Das Heft hat einen neuen Namen bekommen und heisst jetzt «Kiki». Das ist eine Abkürzung für «Kind und Kirche».
Kiki ist auch eine grüne Schildkröte. Zusammen mit ihren Freunden erlebt sie in jeder Ausgabe lustige Abenteuer. Wenn es einmal Streit oder ein Problem gibt, findet Kiki immer eine gute Lösung.
2005 wird das Heft frisch gestaltet: farbiger, abwechslungsreicher und mit Kiki auf dem Titelbild.
Es entsteht die erste Website für Kinder
kiki.ch
1998
Kiki.ch bietet Kindern von 6 bis 9 Jahren Spiel und Spass rund um die Kirche. Sie finden Spiele, Quiz, ein Kirchen-ABC, Geschichten, Comics, Rätsel, Witze. Der Download-Bereich enthält eine Fülle von Puzzles, Ausmalbildern und Spielvorschlägen. Kiki, die lustige Schildkröte, begleitet durch die Seiten.
Kiki.ch ist werbe- und gewaltfrei und wird von verschiedenen Kantonalkirchen unterstützt.
Das KinSo-Heft kommt zum Sonntagschulverband
Vor 30 Jahren (ab 1995)
Mitte der 1990er-Jahre übernahm der Sonntagschulverband das Heft. Damals wurde es an rund 16'000 Familien verschickt.
Helen Dormann und Walter Sennhauser entwickelten das Heft weiter. Sie brachten neue Ideen ein, zum Beispiel Rätsel, Spiele und Bastelideen. Kiki, die fröhliche Schildkröte, wurde von Christoph Weiller erfunden. Sie erlebte auf der Rückseite des Hefts im Comic mit ihren Freunden lustige und alltägliche Abenteuer.
Jetzt wurde das Heft vierfarbig gedruckt. Trotz aller Veränderungen blieben die biblischen Geschichten das Wichtigste im Heft.
Vor 100 Jahren (88 Jahre lang, von 1907 bis 1995)
Ab 1907 kümmerte sich Gottfried Fankhauser um das Kinder-Sonntagsblatt. Er war von Beruf Lehrer und als «Vater der Schweizer Sonntagsschule» sehr bekannt.
Die Sonntagsschule war damals sehr beliebt, viele Kinder in der ganzen Schweiz besuchten sie. So kannten auch sehr viele das Kinder-Sonntagsblatt. Zeitweise wurde es an 100’000 Familien und Kinder verschickt.
Bereits seit 1869 hat das Heft die heutige Grösse (A5-Format). Nun sehen auch die Buchstaben so aus, wie wir sie heute kennen.
1974: Das Heft wird farbig! Um Kosten zu sparen, kommt zu Schwarz aber nur eine einzige Druckfarbe hinzu. Pro Jahr erscheinen nur noch 12 Ausgaben, dafür mit 16 Seiten.
1987: Das «Kinder-Sonntagsblatt» heisst neu «KinSo». Diese Abkürzung geht doch viel besser über die Lippen!
Gottfried Fankhauser war das Kinder-Sonntagsblatt wichtig. Er arbeitete viele Jahre dafür, sogar noch nach seiner Pensionierung. Später halfen seine Kinder mit, und das Heft blieb in der Familie.
Gottfried Fankhauser, Lehrer (1870-1965)
und seine Familie
Vor 150 Jahren
Als das erste Kiki-Heft erschien, sah die Welt noch ganz anders aus. Viele Sachen, die heute für uns selbstverständlich sind, gab es damals noch nicht.
Es gab kein Plastikspielzeug, keinen Fernseher und keine Spielkonsolen. Reiche Kinder hatten Holzreifen, Glasmurmeln, Zinnfiguren und Puppen. Die ärmeren spielten mit Steinen und Ästen oder bastelten sich etwas aus Natur- und Altmaterial. Die Kinder waren nie allein, denn viele hatten fünf oder noch mehr Geschwister!
In der Schule wurde vor allem mit Federkiel und Tinte geschrieben. Es war schwierig, dabei nicht zu kleckern. Aber weil es keine Telefone gab, war das Schreiben umso wichtiger. Und heute? Wann hast du zuletzt einen Brief per Post geschickt statt mit WhatsApp oder E-Mail?
Damals erfand man das Velo mit 2 Pedalen und das erste Telefon. Dank der Erfindung des Grammophons konnte man Musik und Hörspiele immer wieder anhören. Glühbirnen verdrängten die Petrollampen und Kerzen in den Wohnungen. Das erste Auto mit einem Benzinmotor kam auf den Markt.
In den Ferien fuhr man nicht ans Meer, denn Reisen war teuer, unbequem und brauchte viel Zeit. Autos gab es noch nicht, Züge nur wenige. Doch die Postkutsche transportierte nicht nur Briefe und Pakete, sondern auch Fahrgäste.
Die erste Sonntagszeitung für Kinder
1864 (vor 150 Jahren)
Der Mann, der im Jahr 1864 die erste Sonntagszeitung für Kinder in der Schweiz machte, hiess Eduard Blösch. Er war eigentlich Notar, also jemand, der wichtige Dinge aufschreibt und bestätigt.
Doch in seiner Freizeit unterrichtete er sehr gerne Kinder in der Sonntagsschule, in der Stadt Bern und im Dorf Bargen im Seeland. Darum machte er eine eigene Sonntagszeitung für Kinder. Darin konnten sie das, was sie in der Sonntagsschule gehört hatten, noch besser verstehen. Er schrieb Geschichten und andere spannende Texte.
Am Anfang war die Zeitung ganz klein, etwa so gross wie eine Postkarte, und hatte nur wenige Seiten. Dafür kam sie jede Woche. Damals gab es noch nicht viele Bücher und Zeitungen. Deshalb lasen zu Hause oft auch die Eltern und Grosseltern mit. So brachte die Kinderzeitung die frohe Nachricht in viele Familien – bis zu den Grosseltern.